| Tipps für den Umzug
Wer umzieht, muss sich entscheiden: Will man den gesamten Umzug selbst organisieren oder engagiert man eine professionelle Umzugsfirma? Die Nachteile der Eigenorganisation liegen natürlich auf der Hand und auch ein Umzugsunternehmen hat - neben dem finanziellen Aspekt - einige Schattenseiten. An dieser Stelle wollen wir beide Varianten miteinander vergleichen.
Der Umzug in Eigenregie
Klar: Wer den Umzug alleine bewerkstelligt, spart bares Geld, aber er bürdet sich auch eine Menge Arbeit und Verantwortung auf. Erwartet man von Freunden, Bekannten und Verwandten, dass sie beim Umzug mit anpacken und dafür nicht mehr als ein Feierabendbierchen erhalten, geht man indirekt auch die Verpflichtung ein, gegebenenfalls selbst bei den Umzügen aller Beteiligten zu helfen. Es stellt sich also die Frage, ob man mit diesen Konditionen wirklich einverstanden ist. Andererseits kann der Umzug mit Freunden natürlich auch Spaß machen. Manchmal ufert die gute Laune derartig aus, dass von einer vorverlegten Einweihungsparty die Rede sein könnte.
Geht allerdings etwas zu Bruch, hört der Spaß meistens auf. Wenn Freunde und Bekannte aus reiner Gefälligkeit beim Umzug helfen, wird im Allgemeinen von einer stillschweigenden Haftungsbeschränkung ausgegangen. Sollte sich wirklich etwas Wertvolles in den Umzugskartons befinden, könnte man theoretisch ein entsprechendes Dokument aufsetzten, mit dem der jeweilige Helfer einen Zusatz in seine Haftpflichtversicherung einfügen lassen kann. Aber will man seinen Freunden wirklich vor dem Umzug einen Haftungsvertag unter die Nase halten? Und hätte man selbst Lust, bei so etwas mitzumachen? Wohl eher nicht.
Der Umzugsnotdienst ist eine weitere Möglichkeit, um wie mit einer professionellen Umzugsfirma stressfrei und sicher umzuziehen. Hier wird allerdings ein vorab vereinbarter Obolus erwartet und man sollte sich auch darüber im Klaren sein, dass man sich hier nur ungeschulte Helfer – meist Studenten – ins Haus holt, dafür aber eben weniger Geld bezahlt.
Inanspruchnahme einer Umzugsfirma
Wer kein Problem damit hat, für guten Service auch einen entsprechenden Geldbetrag zu zahlen, der sollte sich an eine professionelle Umzugsfirma wenden. Viele dieser Firmen bieten sogenannte Komplettumzüge an. Nicht einmal das Packen der Umzugskartons oder das Aufbauen der Möbel muss dann noch selbst übernommen werden. Wer für diesen angenehmen Rundum-Service nicht genügend Geld auf der hohen Kante hat, sollte einfach den Standardservice in Anspruch nehmen, bei dem die Umzugsgüter einfach nur bis zu der neuen Wohnung transportiert werden.
Ein großer Vorteil ist sicher, dass die Umzugsunternehmen in der Regel für alle Schäden haften. Es gilt in diesem Fall allerdings zu beachten, dass sich die Haftungsbeschränkungen meist in Höhe der gesetzlichen Mindestversicherungssumme von 620 Euro pro Kubikmeter Umzugsgut bewegen. Außerdem haben viele Umzugsfirmen besondere Haftungskonditionen, die vertraglich festgehalten werden. Zum Beispiel haften viele Unternehmen nicht, wenn empfindliche Elektrogeräte nach dem Umzug nicht mehr funktionieren.
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